Hallenturniere 2018

4. Berliner Flutlicht Bolzplatz Cup! 2013

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Ähnlich war die Stimmung bei uns in der Mannschaft als ich davon berichtete, dass man uns soeben zu einem Straßenfußball-Turnier in Berlin eingeladen hatte.

Natürlich wollten alle dabei sein, was uns direkt vor das erste Problem stellte:

Wer darf mit?

Nach langem Überlegen entschieden wir uns dazu, die Leute mitzunehmen, welche am meisten für unser Team 'Straßenfußball Unna' in der Nordstadtliga aktiv waren.

So kam es also dazu, dass Lennard, Thilo, Michael, Tobias, Simon und meine Wenigkeit den zweiten und dritten Oktober in Berlin verbracht haben.

Ohne weitere Umschweife will ich jetzt auch von dieser Fahrt berichten:

Es ist 5.30 Uhr morgens als mein Wecker klingelt und der Kalender den zweiten Oktober anzeigt. Im komatösen Zustand bewege ich mich langsam zum Frühstückstisch und danach ins Bad.

Dann werden die Taschen geschultert und schon geht's los zum Mitfahrerparkplatz Bönen wo ich die anderen treffe.

Nachdem wir dort zitternd und schon auf den Kältetod wartend uns keine Hoffnung mehr auf ein glückliches Ende gemacht haben, kamen dann auch endlich die Betreuer mit dem warmen Bulli um uns einzuladen.

Wir sitzen also nun im Bulli in Fahrtrichtung Berlin. Die Stimmung ist gedämpft, merkt man dem Team doch die frühe Stunde an.

 

Nach einer Stunde Fahrtzeit halten wir dann auch schon bei einer bekannten Fastfoodkette, um unser zweites Frühstück zu uns zu nehmen.

Die einen nehmen dieses Angebot dankbar an, die anderen liegen schlaftrunken mit den Köpfen auf dem Tisch.

Dann geht's auch schon weiter.

Wir tuckern also weiter vor uns hin, als plötzlich im Radio angekündigt wird:

„Stau auf der A2 Richtung Magdeburg, aktuell acht Kilometer."

Da zusätzlich auch durchgegeben wird, dass die Umgehungsstraßen ebenfalls dicht sind, rasen wir also unser Unheil kommen sehend weiter in Richtung Magdeburg.

Und dann stehen wir auch schon mitten drin. Anfangs geht es noch stockend voran, aber nach einer Weile kommt es zum völligen Stillstand.

Und es dauert.

Zwischenzeitlich vertreten wir uns die Füße auf der Autobahn, aber irgendwie ist das auch nicht viel besser als im Bulli zu sitzen.

Wir beschließen unser Glück auf den Umgehungsstraßen zu versuchen und werden damit belohnt, dass es nur eine Stunde dauert um durch Magdeburg zu kommen.

Als wir dann jedoch wieder auf der Autobahn sind, geht alles ganz schnell und schon stehen wir an der Rezeption des 2A Hostels.

Schnell das Gepäck auf's Zimmer bringen, Fußballsachen anziehen und ab geht's zum Platz, welcher nur zwei Straßen weiter ist.

Da wir auf Grund des Staus verspätet ankamen und das Turnier bereits gestartet ist, müssen wir unmittelbar nach unserer Ankunft am Platz unser erstes Spiel bestreiten.

Unsere Gegner hören auf den Namen „Oley", und bereits in den ersten Sekunden merken wir, dass dieses Turnier uns vor große Schwierigkeiten stellen wird.

Körperlich, taktisch und kämpferisch sind wir zwar besser, doch technisch sind wir einfach meilenweit unterlegen.

So geht dann auch das erste Spiel mit 1:4 verloren, dass bedeutet für uns das wir die nächsten beiden Spiele gewinnen müssen um doch noch das Viertelfinale zu erreichen.

Auf Grund unserer Verspätung blieb uns kaum Zeit um klare Gedanken zu fassen, was wir tun wollen um unsere technische Unterlegenheit zu kompensieren, da schon das nächste Spiel an die Tür klopfte.

Überstürzt beschlossen wir, dass wir aggressives Pressing spielen wollen um Angriffsversuche des Gegners im Keim zu ersticken.

Das gelang uns auch einigermaßen, so gewannen wir das zweite Spiel doch mit 2:1.

Nun geht es also um's Ganze, wenn wir das nächste Spiel nun gewinnen sind wir weiter, bei einer Niederlage sind wir raus.

Gott sei Dank spielen wir gegen den punktlosen Gruppenletzten, das Team heißt passenderweise „Die Scheune". Gute Voraussetzungen also um Tore zu erzielen.

So geht es dann auch von Statten, der Gegner gibt sich nach dem 2:0 bereits auf und wir können unser Torverhältnis aufbessern. Endergebnis: 9:0.

Mit diesem Ergebnis geht's dann also weiter ins Viertelfinale, wo uns natürlich ein stärkerer Gegner erwarten wird.

Wir beschließen also, ganz „back to the roots"-mäßig, wieder unser Angriffspressing zu spielen und dem Gegner die Hölle heißzumachen.

Das klappt auch soweit, und wir gehen wieder mit einem knappen 2:1 als Sieger aus der Partie hervor.

Im Halbfinale erwartet uns nun ein besonders brisanter Gegner:

Die buntkicktgut-Jungs aus München.

Sie halten sich für die Favoriten, sind sie doch eine Auswahl der talentiertesten buntkicktgut-Kicker aus München.

So sind die Rollen in diesem Halbfinale also klar verteilt, die besten Straßenfußballer der Millionenmetropole München versus sechs Jungs aus Kuhdörfern wie Bönen, Heeren oder Wiescherhöfen.

Doch Hochmut kommt vor dem Fall.

Mit unserem altgeliebten Pressing zogen wir den Bayern die Lederhosen aus und schickten sie mit einem 2:1 zurück in die Oktoberfestzelte.

Jetzt heißt es also tatsächlich: Finale!

Nachdem wir den riesigen Siegerpokal nochmal unter die Lupe genommen geht es dann also hochmotiviert in die Partie gegen einen alten Bekannten: Die Jungs von Oley.

Wir spielen natürlich wieder unser Pressing, doch unsere Gegner tun es uns gleich und so kommt es zu einem offenen Schlagabtausch.

Verfolgt von ständigen „Oley! Oley!" Anfeuerungsrufen kassieren wir direkt in der Anfangsphase zwei Gegentore, können diese jedoch recht schnell wieder ausgleichen.

Doch dann lässt die Konzentration nach und man merkt, wie das Team in Gedanken schon das Siegerbier aus dem Pokal schlürft.

Und wie ich es oben schon geschrieben habe, Hochmut kommt vor dem Fall, und so schenken uns die Jungs von Oley verdientermaßen noch Gegentor drei, vier und fünf ein.

So lautet dann auch der Endstand, und anstatt einer riesigen Champions-League Trophäe mit prächtigem Marmorsockel erhalten wir eine kleine Blechbüchse, welche schon beim Abendessen im Dönerladen auseinander fällt.

Geschockt von dieser Niederlage legen wir uns dann auch, kaum im Hostel angekommen, schon zu Bett.

Am nächsten Morgen besuchen wir dann, immer noch gekränkt von gestriger Niederlage, eine Aussichtsplattform in der Berliner Innenstadt.

Danach geht es dann auch schon nach Hause, diesmal allerdings ohne Stau, wir brauchen nur fünf Stunden für den Weg.

Hier trennen sich die Wege dann auch wieder, weiter geht's am Samstag in der Nordstadtliga, wo wir weiter den weg zum Titelgewinn bestreiten wollen.

Hoffentlich können wir dort wenigstens eine große Trophäe abgreifen.

Geschrieben von Philipp, Kapitän von Straßenfußball Unna

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Am Mittwoch den 02.10.13 fuhren wir mit dem Tabellenführer der U-17 „Straßenfußball Unna“ (Thilo, Michael, Tobias, Simon, Lennard und Philipp) zu einem Turnier nach Berlin!!!

Bereits seit vielen Jahren besteht ein intensiver Austausch zwischen Dortmund und München. Im Oktober startete nun buntkicktgut in Berlin im Rahmen des Flutlicht-Cups, getragen durch den Verein „Weil Fußball verbindet e.V.“. Wir freuen uns daher, dass unsere jährliche Reise zu diesem beliebten Event gestartet ist.

Im Mittelpunkt stand natürlich wie immer die Freude am Fußball, der Spaß miteinander und das Treffen mit neuen Freunden. Aber wir wollten diese Einladung natürlich auch nutzen, um etwas mehr als nur den Fußballplatz kennenzulernen und noch andere Seiten der Spreemetropole zu sehen. Am Donnerstag beendeten wir unseren Ausflug mit einer kleinen Tour in der Hauptstadt.

Gespielt wurde auf einen Bolzplatz und einem ungewohnten Futsal-Ball, so das unsere Jungs sich erst einmal darauf einstellen mussten. Es war jedoch ein schönes Highlight und Unna konnte nur im Finale gestoppt werden, so das wir mit einem verdienten und erfolgreichen 2. Platz nach Hause gefahren sind!

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team aus Unna, die alles gegeben haben und bis zum Schluss gekämpft haben!!!

 

 

 

  • Gewinner LWL Jugendförderpreis 2012

  •  




  • Platz 2 Intergrationspreis Stadt Dortmund 2013
  • Gewinner des Integrationspreises 2013 von DFB und Mercedes Benz